 Das "Tropfhaus" im Lisberger Unterdorf (Hauptstr. 14) aus dem 18.Jh. dürfte eines der ältesten Häuser Lisbergs sein. Bei einem "Tropfhaus" wurde der Grund und Boden durch die vom Dach fallenden Regentropfen begrenzt. Tropfhäuser wurden in der damaligen Zeit für die bedürftige Bevölkerung errichtet - sozusagen eine frühe Form des sozialen Wohnungsbaus - und hatten in der Regel einen Wohnraum, eine kleine Küche und einen Stall. Für den Rauchabzug wurde in der Küche ein Loch in der Decke freigelassen. Die Kulturhistorische Arbeitsgemeinschaft möchte dieses Häuschen, welches seit 1986 nicht mehr bewohnt wird und sich im Besitz der Gemeinde Lisberg befindet, gerne erhalten, steht es doch den krassen Gegensatz zur "herrschaftlichen" Burg. Dazu muss das Haus zuerst gesichert und trocken gelegt werden. Dies soll mit einer Zeltkonstruktion, bzw. Dachkonstruktion erfolgen. Der vom Einsturz bedrohte hintere Teil des Dachstuhl muß abgestützt werden um den Druck von den Wänden zu nehmen. Erst nach völliger Austrocknung kann eine Restaurierung erfolgen. Die Finanzierung für die Restaurierung der teils gut erhaltenen Bausubstanz  soll hauptsächlich durch Eigenleistungen der Vereinsmitglieder, Sponsoren und Spender erfolgen. Es wird auch eifrig über eine spätere Nutzung nachgedacht. Vorstellbar wäre z.B ein kleines Dorfmuseum. Vielleicht haben Sie ja einen Vorschlag. Lassen Sie es uns wissen: Email: KAGL@Lisberg.de |